Tiergestützte Intevertion
Infos zu Prüfungen
Aktuelle Situation & Prüfungsordnung (Stand 2026)
Die rechtliche Lage für Assistenzhunde in Deutschland hat sich durch das Teilhabestärkungsgesetz und die darauf folgende Assistenzhundeverordnung (AHundV)🐕🦺 grundlegend gewandelt. Ziel ist eine bundeseinheitliche Anerkennung und Qualitätssicherung.
Seit dem Inkrafttreten der AHundV 🐕🦺 gibt es klare staatliche Vorgaben für die Ausbildung und Prüfung. Während früher viele Vereine nach eigenen Regeln prüften, ist nun ein offizielles Zertifikat und ein einheitlicher Ausweis vorgesehen.
Wichtige Neuerungen:
Zertifizierungspflicht: Seit dem 01.03.2023 gilt in Deutschland die Assistenzhundeverordnung AHundV. 🐕🦺 Sie regelt bundesweit die Ausbildung, Prüfung und Anerkennung von Assistenzhunden sowie den Zutritt von Assistenzhundeteams zu öffentliche Bereichen. Die genauen Anforderungen sind in der Prüfungsordnung der AHundV festgelegt. Nur Mensch-Assistenzhund-Gemeinschaften, die eine Prüfung nach den Standards der AHundV ablegen, erhalten den offiziellen Status und damit verbundene Zutrittsrechte (z. B. zum Supermarkt oder in Arztpraxen).
Übergangsregelung: Für "Bestandshunde", die ihre Ausbildung vor dem Juli 2023 begonnen haben, gab es Übergangsfristen zur Anerkennung, die größtenteils Ende 2025 ausgelaufen sind.
Aktueller Status 2026: Derzeit befindet sich die Umsetzung in einer entscheidenden Phase. Da die Akkreditierung von Prüfstellen und die Benennung der "Fachlichen Stelle" zeitweise verzögert waren, arbeitet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) kontinuierlich an der Stabilisierung des Prüfwesens.
Details zur staatlichen Prüfung
Die Prüfung umfasst einen theoretischen Teil für den Halter und einen praktischen Teil für das Team. geprüft werden hierbei:
Gehorsam und Sozialverträglichkeit: Der Hund muss sich in der Öffentlichkeit neutral und kontrollierbar verhalten.
Spezifische Hilfeleistungen: Es müssen mindestens drei individuelle Aufgaben demonstriert werden, die direkt die Behinderung des Halters kompensieren.
Rechtlicher Hinweis: Die detaillierten Anforderungen an die Eignung, die Ausbildungsinhalte sowie den genauen Ablauf der Prüfung finden Sie direkt im Gesetzestext.
Die Assistenzhundeverordnung (AHundV) https://www.gesetze-im-internet.de/ahundv/BJNR243600022.html 🐕🦺
Die Prüfung eines Assistenzhundes ist ein wichtiger Schritt auf dem gemeinsamen Weg von Mensch und Hund. Sie stellt sicher, dass der Hund zuverlässig, sicher und verantwortungsvoll im Alltag seines Menschen arbeiten kann.
Im Rahmen der Prüfung wird überprüft, ob der Assistenzhund die notwendigen Grundgehorsamsübungen beherrscht, sich souverän in verschiedenen Alltagssituationen verhält und die für seine Assistenzhundeart erforderlichen Hilfeleistungen zuverlässig ausführt.
Die Prüfungen orientieren sich an den aktuellen gesetzlichen Vorgaben der Assistenzhundeverordnung (AHundV).🐕🦺 Dabei werden sowohl das Verhalten des Hundes in der Öffentlichkeit als auch die speziellen Assistenzleistungen bewertet, die dem Menschen im täglichen Leben Unterstützung und mehr Selbstständigkeit ermöglichen.
Unser Ziel ist es, Mensch-Hund-Teams auf diesem Weg fachlich zu begleiten und sie bestmöglich auf die Prüfung vorzubereiten.
Die Prüfung eines Assistenzhundes findet in der Regel in der gewohnten Umgebung des Mensch-Hund-Teams statt. Das bedeutet, dass die Prüfung dort durchgeführt wird, wo das Team lebt und sich im Alltag bewegt. So kann realistisch überprüft werden, ob der Assistenzhund seinen Menschen im täglichen Leben zuverlässig unterstützt.
Zu Beginn der Prüfung werden zunächst alle notwendigen Unterlagen überprüft. Diese werden bereits im Vorfeld an den Prüfer übermittelt. Dazu gehören unter anderem der Anmeldebogen zur Prüfung, in dem die fünf Assistenzleistungen aufgeführt sind, die der Hund später für seinen Menschen im Alltag übernehmen soll.
Außerdem werden folgende Dokumente kontrolliert:
- Personalausweis des Hundeführers
- Behindertenausweis
- fachärztliches Schreiben bzw. Diagnosebericht
- Impfausweis des Hundes
Zusätzlich wird die Chipnummer des Hundes mit einem Lesegerät überprüft, um die eindeutige Identität des Assistenzhundes festzustellen.
Im praktischen Teil der Prüfung wird zunächst der Grundgehorsam des Hundes bewertet. Dazu gehören unter anderem sicheres Verhalten in verschiedenen Alltagssituationen, Leinenführigkeit, Ruheverhalten sowie ein kontrolliertes Auftreten in der Öffentlichkeit. Wie verhält sich der Hund im Straßenverkehr und auf unerwartet Geräusche, Menschenmengen, auf ungewöhnliche Bewegungsmuster, verschiedene Untergründe, anderen Tieren gegenüber Tauben, Katzen andere Hunde oder Pferde.
Anschließend zeigt der Assistenzhund die zuvor ausgewählten Hilfeleistungen. Diese Aufgaben sind individuell auf die Bedürfnisse des Menschen abgestimmt und sollen ihm im Alltag mehr Selbstständigkeit und Sicherheit ermöglichen. 5 ausgewählte Hilfeleistungen, die sich der Hundeführer aus der AHundV 🐕🦺 Prüfungsordnung herausgesucht hat.
Ergänzend zur praktischen Prüfung wird auch theoretisches Fachwissen abgefragt. Dabei geht es unter anderem um Grundlagen zum Verhalten des Hundes, den verantwortungsvollen Umgang mit dem Assistenzhund sowie wichtige Aspekte aus Haltung, Training und Alltag.
- Ausdrucksverhalten des Hundes
- Hygieneplan (Impfungen, Ekto- und Endoparasiten)
- Basiswissen Hund
- Stressverhalten beim Hund und anschließendes richtiges Verhalten
- Die Prüfung stellt sicher, dass Assistenzhund und Mensch als Team sicher, zuverlässig und verantwortungsvoll zusammenarbeiten.🐕🦺
haben Sie noch Fragen, dann zögern Sie nicht und kontaktieren sie uns.
Prüfungen für die Tiergestützte Intervention
In der Ausbildung eines Therapie- oder pädagogischen Begleithundes wird das Mensch-Hund-Team am Ende der Ausbildung geprüft. Ziel der Prüfung ist es zu zeigen, dass Hund und Mensch sicher, verantwortungsvoll und fachlich fundiert in der tiergestützten Arbeit eingesetzt werden können.
Dabei wird überprüft, ob der Hund über einen stabilen Grundgehorsam verfügt, sich im Umgang mit Menschen freundlich und kontrolliert verhält und auch in verschiedenen Alltagssituationen ruhig und souverän bleibt. Ebenso wird beurteilt, ob der Mensch seinen Hund lesen kann, auf Stresssignale achtet und den Hund im Einsatz verantwortungsvoll führt.
Die Prüfung kann je nach Einsatzbereich in verschiedenen Bereichen der tiergestützten Arbeit stattfinden. Meistens findet es jedoch in der jeweiligen Einrichtung statt, in der der Hund anschließend auch arbeitet. Bei der Prüfung eines Mensch-Hund-Teams in der tiergestützten Arbeit werden verschiedene praktische Übungen gezeigt. Diese orientieren sich an der späteren Einsatzform des Hundes und daran, welche Aufgaben im jeweiligen Arbeitsfeld benötigt werden. In allen Bereichen der tiergestützten Intervention (TGA, TGF, TGT und TGP) müssen mindestens drei ausgewählte Aktionen oder Übungen durchgeführt werden. Diese Übungen zeigen, wie der Hund aktiv in Angebote oder Aktivitäten mit Menschen eingebunden werden kann.
Beispiele für mögliche Aktionen sind:
- Würfeln mit dem Hund
- Drehen eines Glücksrads
- Ball apportieren, z. B. zu einer Person im Rollstuhl oder auf einem Stuhl
- Einen Buzzer drücken
- Karten ziehen
- Gegenstände einräumen, zum Beispiel beim Spiel „Tik Tac Toe“
Neben diesen Aktionen wird auch überprüft, ob der Hund sich im Alltag ruhig und kontrolliert bewegen kann. Dazu gehören unter anderem:
- Impulskontrolle z.B. wenn Kinder mit einem Ball spielen
- Laufen an lockerer Leine
- Laufen neben einem Rollstuhl
- Laufen neben einem Rollator
- Kinntarget als ruhige Kontaktaufnahme zum Menschen
Auch Situationen, die im späteren Einsatz häufig vorkommen, werden geprüft. Der Hund sollte zum Beispiel:
- auf ein Bett springen und dort ruhig liegen bleiben können
- sich auf einen Stuhl setzen oder an einen Rollstuhl lehnen
- bei kleinen Hunden kann auch das ruhige Sitzen auf dem Schoß eines Menschen Teil der Übung sein
Welche Übungen genau gezeigt werden, richtet sich immer nach der Art der tiergestützten Arbeit und dem späteren Einsatzbereich des Hundes.
Ziel der Prüfung ist es zu zeigen, dass der Hund ruhig, freundlich und kontrolliert mit Menschen arbeiten kann und sich sicher in verschiedenen Alltagssituationen bewegt.
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